Wer sein Geld zum Beispiel auf dem Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist hat, trägt zwar kein Risiko, bekommt aber auch nur 2,5% an Zinsen gutgeschrieben. Und wer in Wertpapieren anlegt, kann zwar mit höheren Zinsen rechnen, muß aber auch ein gewisses Kursrisiko einkalkulieren.

Aber: Anleger, die während der festgelegten Laufzeit an ihr Geld wollen, haben es schwer: Eine Kündigung ist für beide Seiten vertraglich ausgeschlossen. Nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei wirtschaftlicher Notlage, Arbeitslosigkeit oder Krankheit, darf mit einer gewissen Kulanz der Institute gerechnet werden. Wer vorübergehend in eine finanzielle Klemme kommt, der kann aber auch die Sparbriefe bis zu 100% beleihen.
Nun gibt es drei verschiedene Zinstypen:
- Der normalverzinsliche Sparbrief. Hier werden dem Sparer die Zinsen regelmäßig - meist jährlich - ausbezahlt.
- Der abgezinste Sparbrief. Bei diesem Typ zahlt der Anleger den Nennwert abzüglich der Zinsen und erhält am Ende der Laufzeit dann den vollen Nennwert zurück.
- Der auf gezinste Sparbrief. Hierbei zahlt der Kunde beim Kauf den vollen Nennwert, bekommt aber ebenfalls während der Laufzeit keine Zinsen. Die gibt es erst bei Fälligkeit, und zwar in einer Summe mit Zinseszinsen.
Für welchen dieser unterschiedlichen Sparbrief-Typen man sich entscheidet, hängt sicherlich auch von steuerlichen Überlegungen ab.
Tipp 1: Die Zinsen aus den Sparbriefen müssen dann versteuert werden, wenn sie zugeflossen sind. Bei normalverzinslichen Sparbriefen geschieht dies alle Jahre, bei auf- oder ab gezinsten Sparbriefen, wie schon gesagt, am Ende der Laufzeit und dann in einer Summe.
Steuerfrei sind Zinseinkünfte, wenn sie jährlich 1601- Euro bei Ledigen und 3202,- Euro bei Verheirateten nicht übersteigen.
Wer zum Beispiel mit höherem Einkommen und daher unter Umständen mit steigenden Steuersätzen rechnet, sollte auf jeden Fall zum normalverzinslichen Sparbrief greifen.
Tipp 2: Wer in nächster Zeit einen geringeren Steuersatz erwartet, zum Beispiel, weil er in Pension geht, der sollte besser auf- oder ab gezinste Sparbriefe erwerben.
Tipp 3: Beim Vergleich der Renditen von Sparbriefen gibt es erhebliche Unterschiede. Zur Zeit sollte man allerdings nur auf kürzere Laufzeiten setzen. Denn sollten in der Zukunft die Zinsen ansteigen, kann man dann wiederum auf neue, rentablere Angebote umsteigen.












