Sparbriefe: Gute Zinsen ohne Risiko

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Wer sein Geld zum Beispiel auf dem Sparbuch mit ge­setzlicher Kündigungsfrist hat, trägt zwar kein Risiko, be­kommt aber auch nur 2,5% an Zinsen gutgeschrieben. Und wer in Wertpapieren anlegt, kann zwar mit höheren Zinsen rechnen, muß aber auch ein gewisses Kursrisiko einkalkulieren.

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Eine durchaus empfehlenswerte Alternative, die so­wohl relativ gute Zinsen abwirft als auch ein Risiko aus­schließt, ist der Sparbrief. Nahezu jedes Geldinstitut hat seine eigenen Papiere, und mittlerweile sind Sparbriefe für mehr als 190 Mrd. Euro im Umlauf. Sparbriefe sind kei­neswegs nur für Großanleger gedacht, denn sie werden oft schon zu Beträgen von 100,- Euro ausgegeben. Die Laufzeiten: von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
Aber: Anleger, die während der festgelegten Laufzeit an ihr Geld wollen, haben es schwer: Eine Kündigung ist für beide Seiten vertraglich ausgeschlossen. Nur in Ausnah­mefällen, zum Beispiel bei wirtschaftlicher Notlage, Ar­beitslosigkeit oder Krankheit, darf mit einer gewissen Ku­lanz der Institute gerechnet werden. Wer vorübergehend in eine finanzielle Klemme kommt, der kann aber auch die Sparbriefe bis zu 100% beleihen.

Nun gibt es drei verschiedene Zinstypen:

  1. Der normalverzinsliche Sparbrief. Hier werden dem Sparer die Zinsen regelmäßig - meist jährlich - aus­bezahlt.
  2. Der abgezinste Sparbrief. Bei diesem Typ zahlt der An­leger den Nennwert abzüglich der Zinsen und erhält am Ende der Laufzeit dann den vollen Nennwert zu­rück.
  3. Der auf gezinste Sparbrief. Hierbei zahlt der Kunde beim Kauf den vollen Nennwert, bekommt aber eben­falls während der Laufzeit keine Zinsen. Die gibt es erst bei Fälligkeit, und zwar in einer Summe mit Zinses­zinsen.

Für welchen dieser unterschiedlichen Sparbrief-Typen man sich entscheidet, hängt sicherlich auch von steuer­lichen Überlegungen ab.
Tipp 1: Die Zinsen aus den Sparbriefen müssen dann versteuert werden, wenn sie zugeflos­sen sind. Bei normalverzinslichen Sparbriefen geschieht dies alle Jahre, bei auf- oder ab gezinsten Sparbriefen, wie schon gesagt, am Ende der Laufzeit und dann in einer Summe.
Steuerfrei sind Zinseinkünfte, wenn sie jährlich 1601- Euro bei Ledigen und 3202,- Euro bei Verheirateten nicht übersteigen.
Wer zum Beispiel mit höherem Einkommen und daher unter Umständen mit steigenden Steuersätzen rechnet, sollte auf jeden Fall zum normalverzinslichen Sparbrief greifen.
Tipp 2: Wer in nächster Zeit einen geringeren Steuersatz erwartet, zum Beispiel, weil er in Pension geht, der sollte besser auf- oder ab gezinste Spar­briefe erwerben.

Tipp 3: Beim Vergleich der Renditen von Sparbrie­fen gibt es erhebliche Unterschiede. Zur Zeit sollte man allerdings nur auf kürzere Laufzeiten set­zen. Denn sollten in der Zukunft die Zinsen ansteigen, kann man dann wiederum auf neue, rentablere Angebote umsteigen.